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"Haben" ist ohne Zukunft

Diejenigen, die bereits alles haben, sind bekanntlich die Leute, die den ganzen Planeten an sich gerafft haben. Sie sind im Grunde zu bedauern, zwar haben sie alles, was auf dieser Erde besessen werden kann, aber sie haben eines nicht: Zukunft! Der grandiose deutsche Sprachgeist gibt dazu einen unmissverständlichen Hinweis. Die Zeitform für "Zukunft" aller Tätigkeitsworte wird gebildet durch das Verb "Werden". In einzigartiger Weise besitzt allein das Verbum "Sein" eine eigene Vokabel zur Bezeichnung der Zukunft, nämlich "werden". Ohne "Werden" ist nirgends ein lebensfähiges Künftiges. Die Narren, die ihr ganzes Sein dem "Haben" unterworfen haben, verfügen über Null Zukunftspotential. Unter der Last der ungeheuren Besitztümer vermögen sie nicht mehr, ihr Sein zum Werden zu wenden. Die zuletzt hier diskutierte Karikatur des maßgeblichen Organs der globalen Misswirtschaft (siehe Titelblatt des "The Economist" vom November dieses Jahres) ist ein eitles Dokument für das Versagen dieser Gesinnungsgenossen gegenüber dem Geist der Zeiten. Die dort kommentarlos veröffentlichte Prophetie ist zu Manipulationszwecken konstruiert und nicht ergriffen im bewußten Spiel mit den kosmischen Kräften.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 02. Januar 2017 um 10:12 Uhr Weiterlesen...
 

Antigravitation

Die Gravitation ist eine der vier Grundkräfte der Natur. Sie äußert sich in der gegenseitigen Anziehung von Massen jeder Art. Ihre Stärke nimmt mit zunehmender Entfernung der Massen ab, dennoch soll sie eine unbegrenzte Reichweite haben. Anders als elektrische oder magnetische Kräfte soll sie sich nicht abschirmen lassen. Diese Gesetzmäßigkeiten sind seit Newton die gegenwärtig noch gültigen Axiome der Physik.

Es lassen sich aber Kräfte beobachten, die der Schwerkraft genau entgegengesetzt wirken.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 13. März 2017 um 14:00 Uhr Weiterlesen...
 

Damned Germans

Zum Zeugnis ungebrochener Schaffensfreude borgte sich die an dem Berliner Schillertheater hausende deutsche Staatskultur bei einem Genossen des britischen Zeitgeists eine Inszenierung der "Damnation du Faust". Einst war für Hector Berlioz Goethes Faust-Drama eine erweckende Entdeckung. Begeistert von dem Mythos gab er in einem Jahrzehnte währendem Bemühen einer Reihe von Szenen aus Faust I einen tief empfundenen musikalischen Hintergrund, der heute noch jeden Faust-Enthusiasten vom Sessel reißt.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. Juni 2017 um 09:37 Uhr Weiterlesen...